Mein halbes Leben

Der erste Backenzahn geht hops, die Augen lassen nach, Regisseur Marko Doringer (30) wird klar: Der Verfall macht auch vor ihm nicht halt. So ein Mist. Erschwerend hinzu kommt: Er hat nichts nennenswertes in seinem Leben erreicht und es ist bereits halb vorbei. Zeit für eine kleine Krise und Zeit, ein paar Fragen nachzugehen: Geht es den alten Freunden auch so, oder – schlimmer – geht es ihnen etwa besser?

“Mein halbes Leben” zeichnet liebevoll Mirco Doringers Suche nach seinem Platz auf dieser Welt. Gefilmt wird aus der Ego-Perspektive, gerne auch mal schön wackelig und schlecht ausgeleuchtet: Mit Hochglanz-Kino-Look hält man sich nicht auf, schließlich ist das Leben ja auch oft alles andere als glamourös. Am Ende des Films ist nichts geklärt, doch man hat die beruhigende und angenehme Gewissheit: Man ist nicht allein mit den anstrengenden Midlife-Fragen. Beantworten muss sie allerdings jeder für sich.

Charmante Midlife-Crisis, ehrlich und ungeschminkt

Bewertung: 4 Sterne
Kinostart: 8. Oktober 2009

Regie: Marko Doringer

Kommentieren

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können.